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Jack und Renee auf der Flucht

Ich stand in der Küche und machte uns gerade einen Kaffee, als ein Schuss fiel. Ein Schrei kam aus dem Schlafzimmer. Renee! Ich rannte so schnell ich konnte in Richtung Schlafzimmer. Doch ein zweiter Schuss fiel und ich musste zu Boden gehen. Dann wurde es ruhig. Ich stürmte ins Schlafzimmer und da lag sie. Blut strömte aus ihrem Bauch. Völlig unter Strom nahm ich sie in die Arme und stieg ins nächste Taxi.

Im Krankenhaus

Nur eine OP konnte Renee jetzt noch retten

Mit Vollgas fuhren wir ins nächste Krankenhaus. Die zwei Minuten im Auto kamen mir wie eine Ewigkeit vor. Renee war zwar noch bei Bewusstsein, aber sehr schwach und ich hatte große Mühe sie wach zu halten. Als wir endlich im Krankenhaus ankamen, brüllte ich wie ein Irrer herum. Als sie das viele Blut sahen, war das Ärzteteam schnell da. Ich legte Renee behutsam auf die Trage. Jetzt lag es nicht mehr in meiner Hand.
Nach einer halben Stunde kam eine Schwester aus dem OP. Sie sagte mir, dass es noch eine Weile dauern könnte. Die Kugel steckte wohl sehr tief und die inneren Organe waren stark verletzt. Erst jetzt wurde mir bewusst, was mir Renee bedeutete. Vielleicht war es jetzt zu spät. Ich hoffte inständig, dass mir nicht auch noch Renee genommen wird. Alles habe ich verloren. Alles habe ich aufgegeben um die Welt zu retten und für andere dazu sein. Nur mich selbst habe ich im Laufe der Jahre vergessen. Ich wusste schon gar nicht mehr was Liebe ist. Renee hat mir gezeigt, dass ich noch ein Mensch bin. Was wenn ich sie jetzt schon verliere?

Nach einer weiteren halben Stunde rannte eine weitere Krankenschwester aus dem OP-Bereich. Diesmal aber gestresst und sehr in Eile. Ich sprang auf und rannte hinterher. „Nicht jetzt“, sagte sie kur. „Was ist los? Kommt sie durch?“, meine Worte klangen leer. „Ich habe jetzt keine Zeit. Bitte gedulden Sie sich!“, das war alles was sie mir an den Kopf warf. Mit diesen Worten setzte ich mich wieder hin. Ich hielt es nicht aus. Der Gedanke daran, dass Renee stirbt, machte mich wahnsinnig.

Ich war mir ziemlich sicher, dass es die Russen gewesen sein mussten. Wenn sie Renee auf dem Gewissen haben sollten, werden sie alle büßen. Diese verdammten Bastarde. Doch wenn sie überlebte, schwor ich mir, dass ich mich endlich aus dem Job zurückziehen werde. Ich hätte von Anfang an mit Kimberly nach LA sollen, ohne zu zögern. Stattdessen sitze ich jetzt hier und hoffe, dass Renee den Anschlag überlebt. Ich hasse das alles.

Nach der OP

Eine weitere Stunde später kam endlich ein Arzt aus dem OP. Ich lief auf ihn zu und er machte ein ernstes Gesicht. „Sie hatte großes Glück. Die Hauptschlagader war nicht getroffen, was eine OP daran zum Glück unnötig machte. Die Kugel durchschoss zwar einige Organe, aber wir konnten die meisten davon retten. Jedoch mussten wir eine Niere und ein Teil der Leber entfernen. Sie hat viel Blut verloren und ist entsprechend schwach. Aber sie wird durch kommen.“, der Arzt beendete seinen Vortrag und ich sank in meinem Stuhl zusammen. Ich konnte meine Gefühle in diesem Moment gar nicht deuten. Ich war überglücklich, dass Renee es schaffen würde. Aber gleichzeitig verspürte ich auch einen unglaublich großen Hass auf den Täter.

„Kann ich zu ihr?“, sagte ich schnell. „Ja, sie liegt jetzt im Aufwachraum gleich hier den Gang runter.“, der Arzt ging und ich machte mich auf zu Renee. Ich wusste, dass wir hier nicht lange sicher waren. Je nach dem ob sich der Schütze sicher war, dass er sie richtig getroffen hatte, konnten wir unauffällig verschwinden und sie glauben lassen sie wäre tot. Aber irgendwann würden sie misstrauisch werden. Schließlich gab es keine Leiche.

Renee kam gerade zu sich. Sie lächelte mich an und das war ein Geschenk des Himmels. Ein Lächeln zu sehen nach diesen nervenaufreibenden Stunden war alles für mich. In diesem Moment wusste ich, dass ich sie nie wieder allein lassen würde. Und ich wusste, dass ich unsere gemeinsame Zukunft mit aller Kraft beschützen würde. Koste es was es wolle!

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