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Pandora: meine neue Heimat

Als ich aufwachte, lag ich in einem Meer von Blumen. Blaue Blumen. Um mich herum war es zwar dunkel, aber die Erde leuchtete in tausenden von Blautönen und alles funkelte und glitzerte. Ich wusste nicht mehr genau wo ich war und meine Augen gewöhnten sich nur langsam an die seltsamen Lichtverhältnisse, die ich von der Erde nicht kannte. Obwohl ich wusste, dass ich mich auf Pandora mitten in einem Wald befand und eigentlich jeden Moment von einem wilden Tier getötet werden konnte, fühlte ich mich jedes Mal wenn ich hier war sicherer als jemals zuvor.

Ein Na’vi für immer

Vor wenigen Monaten wurde ich für immer zum Na’vi. Natürlich vermisste ich die Menschen und die Erde manchmal. Schließlich habe ich mein halbes Leben in den USA verbracht. Das prägt einen schon auf eine gewisse Weise. Aber das Schicksal wollte es wohl so, dass ich letztendlich hier lande. Und bis heute habe ich meinen Entschluss auch nicht bereut. Ich hoffe das bleibt so.

Als die Truppen der Menschen Pandora nach der unschönen Schlacht wieder verließen und ich zum Na’vi wurde, begann ich mit meinen neuen Gefährten die Auswirkungen in den Griff zu bekommen. Leider wurde sehr viel von der atemberaubend schönen Natur zerstört. Viele Lebensräume wurden für immer ausgelöscht. Ich kann nur hoffen, dass es das erste und letzte Mal war, dass die Menschen Pandora angegriffen haben. Einen weiteren Angriff würden wir vielleicht nicht überleben.

Das Leben auf Pandora

Neytiri zeigte mir viele unglaubliche Orte auf Pandora

Neytiri und ich leben mittlerweile zusammen und lieben uns sehr. Sie hat mir in den letzten Monaten viele weitere unglaubliche Orte auf Pandora gezeigt und mich gelehrt im Einklang mit dem gesamten Planeten zu leben. Ich wünschte die Menschen hätten so viel Verstand wie die Na’vi gehabt und die Erde nicht so rücksichtslos ausgebeutet. Dann wäre es vielleicht auch nie nötig gewesen, auf Rohstoffe von anderen Planeten zurück zu greifen.

Die Jagd

Als meine Augen sich schließlich ans Licht gewöhnt hatten, stand ich vorsichtig auf. Das passierte mir oft, wenn ich jagen gehe. Ich lege mich abends bei Dämmerung in den Wald und warte bis die Nacht auf Pandora hereinbricht. Schließlich müssen wir uns unser Essen als Na’vi selbst jagen und können nicht in einen Supermarkt spazieren und ein Steak kaufen. Doch die Nächte sind hier lang und die Tiere sehr clever. Deshalb schlafe ich beim stundenlangen Warten auch regelmäßig ein. Neytiri lacht mich immer wieder aus, weil sie bei der Jagd wesentlich erfolgreicher ist als ich. Aber ich gebe nicht so schnell auf. So wie es aussah war es noch mitten in der Nacht und es bestand immer noch die Chance, dass ich ein Tier erlegen könnte. Ich kletterte tonlos auf einen Baum und legte mich wieder auf die Lauer. Nach einer weiteren Stunde hörte ich endlich etwas. Ein Natterwolf näherte sich.

Er hatte mich nicht bemerkt, weil er wohl selbst auf Nahrungssuche war. Als er sich direkt unter mir befand, sprang ich schnell auf seinen Rücken und stieß ihm meinen Dolch direkt ins Herz. Diese Jagdmethode lernte ich von Neytiri. So musste das Tier so wenig wie möglich leiden und war sofort tot. Stolz wie Oskar schleifte ich das große Tier in unseren Stammesbaum. Aber zu meiner Enttäuschung war Neytiri schon zurück und zwar mit zwei Natterwölfen. Sie grinste und unser Stamm war zufrieden, weil nun alle wieder für eine Woche etwas zu essen hatten. Und so ging ein ganz normaler Tag auf Pandora zu Ende.

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