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Twilight: Der Verlust eines Gefährten

Versteinert stand ich am Felsen und konnte mich nicht rühren. Betäubt von den Bildern der letzten Minuten rasten meine Gedanken wild in meinem Kopf herum. Bis ich Begriff, dass Edward und Seth noch an einem Stück waren, war Edward schon an meiner Seite. Mit einem intensiven Blick versuchte er zu deuten, was mit mir los war. Natürlich wusste er, dass ich das Gesehene nicht so schnell vergessen konnte. Im Hintergrund qualmten die Überreste von Victoria und ich wusste, dass die ewigen Albträume endlich ein Ende haben.

Seth war noch immer in seiner Werwolf Gestalt und wirkte erschöpft. Plötzlich riss mich ein gequälter Schrei von Edward aus den Gedanken. Ich war immer noch in meiner Schreckstarre, doch der Laut ließ mich erzittern. „Edward, Edward was ist los? Was hörst du?“, schrie ich verzweifelt, weil mir klar war, dass etwas schreckliches geschehen sein musste. Doch er war nicht in der Lage zu antworten. Er schrie und raufte sich die Haare als würde er sie sich am liebsten rausreißen. „Edward sprich mit mir, was ist passiert?!“, schrie ich erneut. „Jasper mach sie fertig“, brüllte Edward in den Wald. An seiner Tonlage erkannte ich, dass etwas endgültiges geschehen war.

„Edward sag mir endlich was passiert ist!“, schrie ich fordernd, weil ich die Ungewissheit nicht mehr ertrug. „Wir müssen zur Lichtung“, sagte er. Und dabei hatte er einen Blick im Gesicht, den ich noch nie zuvor an ihm gesehen hatte. Tränen standen in seinen Augen und sein Blick drückte gleichzeitig Wut und unendliche Trauer aus. Mit einer geschickten Handbewegung schwang er mich auf seine Schulter und gab Seth gleichzeitig ein Zeichen. Seth wusste sofort Bescheid. Mit einem lauten Jaulen sprang er auf und rannte in den Wald. Edward und ich flogen zwischen den großen Bäumen hindurch. Ich konnte kaum atmen so schnell war er. Alles ging so schnell, dass ich erst nach einigen Minuten wieder die Kraft hatte etwas zu sagen.

„Edward bitte sag mir was los ist!“, bat ich flehend. Nach einem kurzen Zögern verlangsamte er sein Tempo und stellte mich schnell auf dem Boden ab. Ihm wurde wohl klar, dass er mir es sagen musste bevor wir an der Lichtung ankamen. Sein Blick sagte mir schon mehr als mir lieb war. „Bella, wir haben nicht viel Zeit. Ich muss Jasper und Emmet helfen.“ „Was ist passiert Edward?“, flüsterte ich. „Alice, sie haben sie…. ich kann nicht…“, Edward brach ab.

Ich merkte gerade noch wie meine Beine zu Gummi wurden, als Edward mich schon im Arm hielt. „Bella, sie haben….sie haben Alice getötet! Drei junge Vampire, die wir gar nicht auf der Rechnung hatten, hielten sich in einem Hinterhalt versteckt. Alice war etwas abseits der anderen mit einem jungen Vampir beschäftigt, als die drei Mistkerle sie von hinten anfielen…..ich….. ich muss sofort zu den anderen…“, mit Tränen in den Augen nahm mich Edward kurz in den Arm und warf mich sofort wieder auf seinen Rücken.

Schneller als je zuvor und Wut entbrannt rannte er los. Ich konnte nicht mehr atmen. Das einzige was ich noch bemerkte war der extrem schmerzhafte Stich, den ich im Magen spürte. Auch mir strömten die Tränen übers Gesicht. Meine geliebte Alice ist tot. Meine Schwester starb bevor ich komplett zu ihrer Familie gehörte. Das durfte nicht wahr sein.

Ich konnte noch gar nicht begreifen was passiert war, als wir auf der Lichtung standen. Edward hatte mich bereits heruntergelassen und in Esmes Arme gegeben. Edward rannte sofort zu Jasper, Carlisle und Emmet. Auf der Lichtung war ein riesiges Chaos. Die jungen Vampire waren alle von den Cullens erledigt worden. Bis auf die drei, die Alice angegriffen hatten, lagen alle auf einem Haufen und brannten. Der Rest der Cullens war wohl auf. Noch. Denn nicht weit von mir, hörte ich Jasper, Carlisle, Emmet und Edward, die sich in einem Krieg befanden. Plötzlich wurde alles schwarz.

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