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Harry Potter Brille

Fan Fiction bei Harry Potter

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Wie die Anfragen bei Suchmaschinen zeigen, sind Geschichten über Harry Potter die Art von Fan Fiction, an der zurzeit das größte Interesse besteht – selbst „Star Trek“ und „Star Wars“ sind von dem Zauberlehrling überholt worden. Allein auf der Seite FanFiction.Net gibt es knapp eine halbe Million Geschichten – einige dieser Texte halten sich recht nah an den Rahmen, der von den Romanen vorgegeben wurde, andere stehen nur in einem losen Zusammenhang zu der Welt von J. K. Rowling. Es gibt eine Reihe von Webseiten, die ganz dem Thema Harry-Potter-Fan-Fiction gewidmet sind (die größten davon sind unter „Die besten Fan-Fiction-Seiten“ zu finden).

Die bekanntesten Fangeschichten über Harry Potter

Harry Potter Brille

Die berühmte Brille des kleinen Zauberlehrlings

„The Shoebox Project“, von der damals knapp 18-jährigen Hannah Jones verfasst, beschreibt die Schulzeit von Harry Potters Eltern in den 1970er Jahren. Sie erreichte damit auf LiveJournal.com über 8.500 Abonnenten, und gedruckt würde die Serie auf eine Länge von rund 600 Seiten kommen. Ein Verleger war so beeindruckt von der Geschichte, dass er die Autorin kontaktierte und einen Vertrag über ihre erste Buchveröffentlichung mit ihr abschloss.

„Harry Potter and the Methods of Rationality“ von Less Wrong ist die Geschichte, die am häufigsten von Lesern kommentiert wurde: Über 17.000 Bemerkungen wurden dazu verfasst. Der Text „My Immortal“ von Tara Gilesbie erlangte sogar Kultstatus, wenn auch auf eine etwas ungewöhnliche Weise: Viele Leser fanden die Geschichte so unterirdisch schlecht, dass sie sie unbedingt ihren Freunden weiterempfehlen mussten. In den letzten Jahren entstanden mehrere Fortsetzungen, und sogar Verfilmungen sind auf YouTube zu finden.

J. K. Rowling über Fan Fiction

Im Gegensatz zu manchen anderen Autoren hat J. K. Rowling kein Problem mit Fan Fiction, im Gegenteil bezeichnete sie es als schmeichelhaft, dass die Fans ihre Charaktere so sehr mögen und sich ihre eigenen Geschichten dazu ausdenken. Allerdings ließ sie Unterlassungsanordnungen an Webseiten verschicken, auf denen Slash Fiction zu finden war, also pornografische Geschichten mit Harry-Potter-Charakteren. Und im Jahr 2007 veröffentlichte der Programmierer George Lippert den Roman „James Potter and the Hall of Elders‘ Crossing“ im Internet, der ungewöhnlich große Aufmerksamkeit erregte. Ursprünglich hatte er die Geschichte, die 18 Jahre nach „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ spielt, und in der Harry Potters Sohn James Potter im Mittelpunkt steht, für seine Frau und seine Kinder geschrieben. In dieser Geschichte geht es um James Potters erstes Jahr in Hogwarts. J. K. Rowling drohte Lippert mit einer Klage, nahm davon aber wieder Abstand, nachdem sie eine Vorabversion des Romans zu lesen bekommen hatte.

Später kam es sogar zu Spekulationen, dass „James Potter and the Hall of Elders‘ Crossing“ der Beginn einer offiziellen Fortsetzung der Harry-Potter-Bücher sein könnte, was von J. K. Rowling und vom Verlag allerdings dementiert wurde.

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