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Lara Croft – Die Insel 2

Als Lara zu sich kam, spürte sie einen entsetzlichen Schmerz am ganzen Körper. Bewegen konnte sie sich nicht. Das einzige was sie halbwegs ohne Schmerzen öffnen konnte, waren ihre Augenlieder. Langsam und geblendet von Licht öffnete sie ihre Augen so weit sie konnte. Die Erinnerungen kamen nur sehr langsam. Das Letzte an das sie sich erinnern konnte, war die Insel, ein Armreif und Kinderstimmen. Lara lag auf einem kalten Tisch. Ihre Beine und Arme waren gefesselt. Sie versuchte sich zu orientieren und drehte langsam den Kopf. Doch jede kleinste Bewegung führte zu unerträglichen Schmerzen. Sie merkte schnell, dass sie durch die engen Fesseln bewegungsunfähig war. Links von ihr stand ein weiterer Tisch und zu ihrer Rechten ein kleiner Schrank mit Gerümpel. Alles sah sehr verlassen und chaotisch aus. Unter Schmerzen nahm sie ihre Umgebung immer klarer war. Sie befand sich zweifelsfrei in einer Holzhütte. Doch wo war sie genau?

Allein und gefesselt

Allein und gefesselt war Lara in der Hütte gefangen

Von Minute zu Minute wurden ihr Körper und ihr Bewusstsein fitter und klarer. Sie versuchte sich an alles zu erinnern, aber es viel ihr unheimlich schwer. Plötzlich stieg ihr ein unangenehmer Gestank in die Nase. Und schlagartig viel ihr alles wieder ein. Denn diesen Geruch kannte sie bereits. Die Mädchen, die Leichen und der Angriff. Jetzt war alles wieder da. Verdrängte Erinnerungen, die Lara lieber vergessen hätte. Sie ärgerte sich fürchterlich, dass sie mit ihrer jahrelangen Erfahrung so leichtsinnig vorgegangen war. Doch wer rechnete schon mit Kindern, die so aggressiv vorgingen. Das Mädchen musste mit irgendetwas infiziert worden sein. Lara hatte diesen Gedanken kaum ausgesprochen, wurde ihr bewusst, dass sie selbst ebenfalls infiziert sein könnte. Schließlich wurde sie gebissen und sofort ohnmächtig. Das war kein gutes Zeichen. Hektisch schaute sie sich in der Hütte um. Es war totenstill und sie war allein. Sie musste sich befreien und weg von hier. Egal wer sie auch hier gefesselt hatte, derjenige würde mit Sicherheit zurückkommen und nichts Gutes im Schilde führen.

Mit Gewalt versuchte Lara ihre Hände zu befreien. Die Schlingen waren nicht besonders fest, aber die Schmerzen machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Es waren höchstens fünf Minuten vergangen seit sie wach wurde. Das Gift in ihrem Körper schien immer noch stark zu sein. Lara versuchte ruhig zu bleiben. Mit geschickten Bewegungen gelang es ihr schließlich eine Hand zu befreien. Doch dabei stieß sie einen stöhnenden Laut aus. Sie hörte wie sich etwas sehr schnell in Richtung Hütte bewegte. Schnell legte Lara die Fesseln um ihr Handgelenk und schloss die Augen. Sie konnte hören wie jemand in die Hütte kam und neben sie trat. Ihre Augenbrauen wurden hochgezogen. Plötzlich blickte Lara in die Augen des Mädchens, das sie angegriffen hatte. Den Überraschungseffekt nutzend, schlug Lara die Kleine mit der flachen Hand direkt auf den Kehlkopf. Diesen perfekt platzierten Schlag lernte sie vor vielen Jahren. Ihr Opfer war sofort außer Gefecht und ringte um Luft. Lara griff sich an den Stiefel zog ihr verstecktes Messer und befreite sich. Immer noch unter Schmerzen packte Lara das Mädchen und fesselte es auf dem Tisch fest. Am Arm des Mädchens fand sie den gesuchten Armreif.

Die Rettung

Der Helikopter war schon zu hören, die Rettung war nah

Als Lara aus der Hütte trat, war bereits ein Helikopter zu hören. Der Pilot musste die Hütten bereits entdeckt haben, denn er steuerte direkt auf Lara zu. Sie erkannte die zweite Hütte sofort. Denn die Kinderleichen waren immer noch da. Ihr Butler Hillary und ein Ärzteteam sprangen aus dem Heli und rannten auf Lara zu. Anscheinend wussten sie schon Bescheid. Nachdem Hillary ihren Notruf per Pager erhalten hatte, schickte er sofort ein Erkundungsteam los. Die Ärzte spritzten Lara ein Gegenmittel und die Gedanken wurden endlich klarer.

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