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Pandora in Gefahr

Ich lebe nun schon seit mehreren Jahren auf Pandora, aber selbst als ich Pandora kennenlernen musste, habe ich so etwas noch nicht erlebt. Als ich letzte Nacht jagen war, machte ich eine fürchterliche Entdeckung. Zwischen mehreren Bäumen hielt sich ein Rudel Natterwölfe auf. Die Tiere lagen regungslos am Boden und hechelten wie verrückt. Mir war klar, dass mit diesen Wölfen etwas nicht stimmte. Allerdings fehlte mir die Erfahrung um das Verhalten deuten zu können. Daher merkte ich mir die Stelle im Wald und ging zu unserem Stamm zurück. Neytiri und die restlichen Mitglieder unseres Stammes reagierten auf meine Entdeckung sehr beunruhigt. Sie waren sehr bedacht darauf, dass Gleichgewicht unseres Planeten nicht zu stören. Wenn Tiere krank waren, war das immer ein schlechtes Zeichen. Um der Sache auf den Grund zu gehen, gingen zwei erfahrene Jäger, ein Heiler, Neytiri und ich zurück zu den Natterwölfen.

Der Tod der Natterwölfe

Woher kam die Infektion die die Natterwölfe befiel

An der Stelle angekommen, näherten sich die Jäger und der Heiler vorsichtig und nahmen die Wölfe genauer unter die Lupe. Gesunde Wölfe würden uns nie so nah an sich heran lassen. Aber diese hier schien es sogar zu beruhigen, dass wir da waren. Behutsam tastete der Heiler die Tiere ab. Die Jäger hielten ihre Speere zur Sicherheit fest in den Händen. Schnell stellte der Heiler fest, dass die Tiere unter einer Infektion litten, die er selbst noch nie gesehen hatte. Die Tiere hatten verfärbte Pupillen, brüchige Zähne und ein fürchterliches Fell. Ihr Immunsystem musste extrem angegriffen sein. Denn die Wölfe konnten sich kaum bewegen. Der Heiler schlug vor, dass wir ein Tier mitnehmen, um es mit verschiedenen Medikamenten zu behandeln. Das taten wir dann auch. Aber leider ohne Erfolg. Bereits nach zwei Stunden starb das Tier einen schlimmen Tod. Es quälte sich, rang um Luft und gab jämmerliche Laute von sich. Um ihm weitere Qualen zu ersparen, erlöste Neytiri das Tier. Der Heiler hatte alle ihm bekannten Methoden ausprobiert und verschiedene Pflanzenextrakte verabreicht, die sonst immer helfen. Als wir zu den anderen Natterwölfen zurückkehrten, konnten wir nur noch den Tod der Rudelmitglieder feststellen. Über 15 Wölfe waren tot.

Woher kam die Infektion?

Die Infektion breitete sich in den nächsten Wochen rasend schnell aus. Wir beobachteten die anderen Tiere im umliegenden Wald so intensiv wie möglich, versuchten herauszufinden wie sie sich ansteckten und woher die Infektion kam. Schließlich entdeckten Neytiri und ich auf einer kleinen Lichtung Spuren. Ich erkannte sie sofort. Es waren Spuren von Stiefeln der Armi. Fassungslos packte ich Neytiri am Arm und zog sie ins Gebüsch. Doch es waren keine Menschen mehr hier. Nur ihre widerlichen Absichten ließen sie zurück. Es war nicht zu übersehen, dass die Menschen hier eine Flüssigkeit in den Fluss gekippt hatten. Das musste der Auslöser für die kranken Tiere sein!

Die Infektion stoppen

Wir informierten den Stamm. Das was wir folglich tun mussten, gefiel uns allen nicht. Alle infizierten Tiere mussten getötet und anschließend verbrannt werden. Anders hätten wir die Infektion nicht in den Griff bekommen. Auch die Erde und alle umliegenden Pflanzen mussten vernichtet werden. Das einzig gute an der Sache war, dass wir Na´vi uns anscheinend nicht anstecken konnten. Wir gingen davon aus, dass die Menschen uns unsere Nahrungsquelle nehmen wollten, um uns zur Einigung zu zwingen. Die Bastarde waren immer noch scharf auf das Unobtainium, das auf Pandora in Massen vorhanden war. Doch eins war klar: wir würden unseren Planeten niemals verlassen!

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